Jeden Tag mehr genießen und dankbar sein für das, was man hat.

So zu leben nimmt sich bestimmt jeder zum Jahreswechsel vor und trotzdem kommt oft im täglichen Leben wieder etwas dazwischen. Das heißt ja nicht, dass sich jeder auch mal ärgern darf und muss. Das Wesentliche darf aber nie vergessen werden. Die Dankbarkeit für unser Leben, für die Gesundheit, für unsere Kinder und die wundervollen Menschen, die wir um uns haben, die Familie, Freunde, schönen Erlebnisse und mehr…

Wenn man in mein Alter kommt, (es ist ja nur eine Zahl!) blickt man öfters auf sein eigenes Leben zurück und erkennt wie weit man gekommen ist, und wie sehr sich der eigene Lebensstandard verbessert hat. Es gab im Haus meiner Großmutter zum Beispiel kein Bad, keine Badewanne oder Dusche sondern eine Blechbadewanne, in die heißes Wasser vom Herd mit kaltem gemischt wurde. Erst kamen die Kinder und dann ging der Opa rein. Die Oma hab ich nie drin gesehen. Fällt mir jetzt beim Schreiben so auf. Das Essen kam aus dem Garten. Kartoffel, Gemüse und zu besonderen Anlässen hat mein Opa ein Huhn geschlachtet, das ohne Kopf noch durch die Luft flatterte. Zur Heizung wurde Holz verfeuert, und wir, meine Cousine und ich, bekamen abends einen heißen Backstein in ein Handtuch gewickelt an die Füße im Bett. Noch heute denke ich an das wohlige Gefühl, der einzige warme Ort im Haus.

Man stelle sich mal vor, wie meine Kinder und ich heute leben und wie selbstverständlich ein schönes Bad ist. Bis zu meinem 9. Lebensjahr gab es keinen Fernseher im Haus und wir haben nur draußen gespielt. (Gummitwist und Dickemann) Das glaubt mir doch keiner mehr.

Jetzt hat jeder in meiner Familie ein Auto, Iphone, Ipad und etliche Flachbildschirme, schaut Filme in Itunes und im Internet. Es waren nur 50 Jahre und eine wahnsinnige Entwicklung des Lebensstandards ist seitdem geschehen.

Meine Tanzschule, wie sie heute ist, wäre für meine Eltern unvorstellbar. So viele Kurse, so viele wunderbare Tanzlehrer, Hip Hop, Jumpstyle, Discodance, Fitnessworkshops, Turnschuhe und Sweatpants. Sicher wären sie beide glücklich über ihr Denkmal, dass sie sich gesetzt haben.

Was nehmen wir uns nun vor fürs neue Jahr?

Wieder eine Diät (die vom letzten Jahr haben wir noch gar nicht angefangen!), mehr Fitness, weniger Alkohol, mehr Zeit für die Kinder…..

Ich bin dafür, dass wir uns mehr Zeit für uns selbst nehmen sollten, die schönen Momente in unserem Leben noch mehr genießen, und unsere Ehepartner und Kinder noch mehr schätzen sollten. Viel vornehmen für das neue Jahr werde ich mir nicht. Ich bin auch jetzt schon unsagbar dankbar und glücklich für meinen wundervollen Ehemann, mit dem ich nächstes Jahr 40 Jahre Gemeinsamkeit teile und für die absolut herrlichen Kinder, die uns geschenkt wurden.

In diesem Sinne wünsche ich allen unseren Kunden und Freunden ein besinnliches Weihnachtsfest und ein tolles und gesundes neues Jahr.

Wir sehen uns…

Ihre

Ute Berné