„Sei was du scheinen willst“

Das ist ein Zitat von Sokrates und wenn man das liest fällt einem zuerst das Wort „scheinen“ auf.

Man denkt zuerst, wie bitte?  heißt das aufgesetztes  Getue, Blendwerk, Schauspiel…

Aber wenn man es intensiver liest erkennt man, dass die Aussage bedeutet; nur wenn ein Mensch wirklich ist, wie er erscheinen möchte, ist er authentisch. Wer von anderen positiv wahrgenommen werden will, erreicht das dauerhaft nur mit einer entsprechenden Grundeinstellung zu den Mitmenschen. Wenn eine Person sich wünscht als sympathisch geschätzt zu werden, sollte sie so sein, statt nur so zu tun, als ob sie es wäre. Gute Umgangsformen sind viel mehr als auswendig gelernte Regeln. Sie basieren auf der Wertschätzung, die jedem Menschen zusteht, auf der Akzeptanz der jeweiligen „eigenen Wahrheit“, auf dem Wissen über das Zusammenspiel von Emotionen und Rationalem mit der Fähigkeit zur Empathie.

Johann Wolfgang von Goethe schrieb:

„ Es gibt eine Höflichkeit des Herzens; sie ist der Liebe verwandt. Aus ihr entspringt die bequemste Höflichkeit des äußeren Betragens.“

Wie wunderbar haben sich unsere heutigen Umgangsformen an den Zeitgeist angepasst.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest .

Liebe Grüße

Ute Berné

 

Unser Welttanzprogramm ist von der Unesco als Kulturerbe anerkannt.

Ein großer Erfolg für die ADTV Tanzschulen, denn es  ist jetzt offiziell, „das Welttanzprogramm (WTP) für den Paartanz“ ist in das „Register Guter Praxisbeispiele der Erhaltung immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen worden.

Jetzt weiß es auch die Öffentlichkeit: Wir ADTV Tanzschulen pflegen und bewahren ein kostbares Kulturerbe!

Entstanden ist das Welttanzprogramm als Zusammenstellung aller weltweit  relevanter Grundschritte, die zu den fünf Musikstilen  – Walzer, Swing, Latein. Tango und Disco getanzt werden. Diese Sammlung geht auf die Initiative des Hamburger Tanzlehrers Gerd Hädrich und seiner Frau Traute zurück. Nach dem 2. Weltkrieg erreichte die Hädrichs eine Einladung der „Dancemasters of America“. Der Walzer sollte vorgestellt werden. Daraus entwickelte sich eine Weltreise und eine Suche der Tänze der Welt, nach Stilen, Rhythmen, Haltung, Fußarbeit und Umgangsformen.

Gerd Hädrich suchte und (er)fand 1961 den kleinsten gemeinsamen Nenner: Das Welttanzprogramm. Damit war die Voraussetzung geschaffen, dass alle, die die Grundschritte des WTP erlernen, miteinander tanzen können. Es stellt somit ein nonverbales Kommunikationssystem dar, das Tanzende in aller Welt verstehen und umsetzen können.

Das WTP ist also das ABC der Körpersprache für den Zugang zum Paartanzen, und ermöglicht allen, die wenigstens den Grundschritt beherrschen, mit allen anderen Menschen weltweit zu tanzen, in deren Kulturkreis Paartanz gesellschaftliche Akzeptanz genießt.

Die Einfachheit und die Universalität des WTP sind die Basis für den Erfolg. Der Paartanz trägt seit über 50 Jahren auf seine spezifische Weise dazu bei, dass Menschen auch nonverbal kommunizieren können.

Schöner als David Simon der Generalsekretär des European Dance Council kann man es nicht sagen:

„Being able to dance with other people all over the world is a contribution to open the minds and the hearts of people in a peaceful and harmonic way“

Wie wichtig ein Tanzkurs in unserer Tanzschule für die Jugendlichen und Erwachsenen ist,  beweist diese Anerkennung. Es geht nicht nur um Tanzschritte, vielmehr geht es um das Miteinander und die soziale Kompetenz mit anderen zu kommunizieren.

In diesem Sinne grüßt Sie für heute

Ute Berné