Lebenszeichen…

Hallo ihr Lieben,

Noch eine Woche und wir feiern das Osterfest, Dieses Jahr muss ich meinen selbstgebackenen Osterzopf nur mit Ehemann aufessen, ohne unsere Kinder und Enkel. Das ist traurig, aber wir können wenigstens mit FaceTime sprechen und uns sehen.

Das Schlimmste an diesem Alptraum von Virus ist, dass im Moment keiner weiß, wann  ein normales Leben wieder möglich ist. Wäre es nicht schön mit dem Tanz in den Mai wieder zurückzukommen? Wir planen auf jeden Fall während der hessischen Schulferien im Sommer mit euch zu tanzen. Jeder von euch kann dann die versäumten Tanzstunden nachholen.

An dieser Stelle möchten wir euch von ganzem Herzen danken, dass ihr uns weiter mit eurem Monatsbeitrag helft, die Arbeitsplätze unserer Tanzlehrer zu erhalten.

Das Datum für den Brüder Grimm Ball steht jetzt fest. Es ist der 26. September 2020. Behaltet einfach die Karten mit dem alten Datum daheim.

Allen, die arbeiten müssen in Pflege- und Arztberufen drücke ich meine volle Hochachtung aus und danke euch für euren Einsatz. Ich hoffe, dass die Umstände schnell besser werden.

Mit unserem Tanzschulteam, die alle zuhause sind haben wir uns gestern zum ersten Mal mit Zoom im Internet getroffen. Das war für uns alle schön, sich mal wieder zusehen. Auch wenn es nur auf dem Bildschirm war. Wir werden uns öfters bei euch melden.

Schreibt uns was ihr so macht. Wir sehnen uns nach Kontakt mit euch. Bin sehr dankbar für die WhatsApps mit den Tanzkreisen. Mit allen anderen wollen wir auch in Facebook oder Instagram in Verbindung bleiben.

Sicher ist, dass wir wieder Kalorien abtrainieren müssen. Weiß nicht wie es euch geht, aber mein ständiges Kuchenbacken und die begrenzten Bewegungen von Couch zum Bett werden sicher noch länger zu sehen sein. Am wichtigsten ist für uns alle, dass wir gesund bleiben und unseren Optimismus und Humor nicht verlieren.

Für heute sende ich euch allen die herzlichsten Grüße von uns allen.

Die Leichtigkeit des Seins – wo ist sie hin – und

Wie man mit Hausarrest umgeht und Zwangsurlaub keinen Spaß macht.

Ja einfach mal Urlaub haben mitten in der Hochsaison der Tanzschule, das klingt wirklich verlockend und positiv. Ist es aber nicht….

Die ersten Tage, und zwar genau 6, liegen heute hinter mir und produziert habe ich einen Zitronenkuchen, ein riesiges Rosinenbrot, Zitronenschnitten mit shortbread crust, Cookies, morgen gibt’s Zimtschnecken und Weißbrot. Das sind die Taten einer verzweifelten Tanzlehrerin, die in den Zwangsurlaub geschickt wurde. Und jetzt gibt mir mein Ehemann Küchenverbot, weil ich angeblich unsere Vorräte aufbrauche. Ich habe ja heute die Eier nachgekauft! Es wäre so schön, arbeiten zu dürfen. Speziell für mich gilt: Am glücklichsten bin ich beim Tanzen mit meinen sozialen Kontakten, meinem Tanzschulteam und den vielen wundervollen Menschen, die in unseren Kursen tanzen.

Die vielen Gespräche, das Lachen, zusammen tanzen, zusammen sitzen, Anteilnehmen am Leben anderer und sich in deren Gesellschaft einfach wohlfühlen. Die Leichtigkeit des Seins, die Freude am Leben, es ist einem Wackerstein auf dem Herzen gewichen. Backen hilft gegen Depressionen, es vertreibt die Ängste um die Existenz und die Zukunft. Aber ich habe im Moment keine dankbaren Abnehmer. Die Kinder und Enkel können nicht kommen. Wie schön ist es aber wenigstens unsere Medien mit WhatsApp und FaceTime zu haben. Früher musste man Rauchzeichen und Brieftauben schicken.

In dieser wirklich schrecklichen Zeit gibt es aber auch was Gutes. Ich spüre wie sehr ich mit meinen Tanzpaaren, über viele Jahre zusammengewachsen bin. Es sind Freunde, Begleiter meines Lebens, für die ich tiefe herzliche Gefühle und Verbundenheit empfinde. Das Zusammensein mit allen fehlt mir sehr genauso wie das Tanzen, aber vielleicht auch noch mehr. Ich danke euch für euer aller Loyalität, eurem Verständnis, eurer Empathie und Zuneigung. Diese Krise bringt uns allen mehr Zusammenhalt trotz Distanz. Es bringt uns Dankbarkeit wenn alles wieder so ist wie vorher. Wir werden unsere gemeinsame Zeit noch mehr genießen und wissen, dass nichts selbstverständlich ist.

Glaubt mir, alle unsere Tanzlehrer im Team freuen sich sehr auf wieder gemeinsame Zeit mit euch. Nicht nur für mich ist eine verordnete Zwangspause schrecklich.

Mein Ehemann ist nichts anderes gewohnt als zuhause zu bleiben, trotzdem ist es sicher auch für ihn eine Herausforderung mich 24/7 zu genießen. Ja wenn die 6 Kuchen nicht wären und das Gläschen Wein nach 45 Jahren Ehe??? (Habe leider keinen Emoji zur Hand).

So wie geht’s jetzt weiter für uns alle in der Tanzschule? Britt wird nächste Woche in einem Video mehr Informationen geben. Wir warten jetzt ab, ob sich die Ansteckungszahlen verringern. Im Moment sind wir in Gesprächen mit unserer Band für einen neuen Termin für den Brüder Grimm Ball im September. Sicher habt ihr euch gedacht, dass er am 18.4. nicht stattfinden darf. Alle Karten behalten natürlich ihre Gültigkeit.

Alle ausgefallenen Unterrichtsstunden werden für euch selbstverständlich nachgeholt. In den Sommerferien bieten wir genügend Termine an, damit das für jeden möglich ist. Wir wollen auf keinen Fall unsere Tanzlehrer in Kurzarbeit schicken und werden eher bei uns Kürzungen vornehmen.

Es ist unser erstes Gebot, dass wir wieder zu einem normalen Tanzschulleben zurückfinden können. Auch wenn nichts mehr so sein wird wie vorher wird uns diese schreckliche Krise noch mehr zusammenführen.

Für heute grüßt euch alle ganz herzlich aus der Küche meines Heims.

Eure Ute mit der Bitte, wenns irgendwie geht, bleibt zuhause und gesund.

PS: Alle drei Folgen vom Swing kommen online! Geht auch mit wenig Platz.

Leserbrief über die Veranstaltung im Brockenhaus

Eine hervorragende Veranstaltung der Kathinka – Platzhoff – Stiftung im Brockenhaus

Danke für einen sehr lehrreichen Abend. Es war gut über dieses Thema öffentlich zu sprechen. Jeder von uns kennt die Ängste, die ab einem gewissen Alter im Inneren schlummern, später an Demenz oder Alzheimer zu erkranken.

Franz Müntefering war eingeladen um für das Demenz-Lotsenprojekt der Stiftung zu werben.
In seinem Bericht brachte er das Thema allen Teilnehmenden auf erfrischende und sehr unterhaltsame Weise näher. Jeder von uns kam schon sei es durch die Eltern oder Angehörigen mit dem Thema Demenz oder Alzheimer in Berührung. Mir hat diese Podiumsdiskussion sehr viel gegeben. Viele Menschen verdrängen die ersten Anfänge von Demenz in der Familie und denken, wenn man nicht drüber spricht geht’s schon wieder weg. Gerade bei Menschen, die ungern über ihre inneren Gefühle sprechen ist das eine Gefahr. Ich habe gestern gelernt, dass man es ansprechen soll und allen Betroffenen Ruhe und Sicherheit und in jeder Krankheitsphase Respekt und Wertschätzung entgegenbringen muss. Jeder ist und bleibt eine einzigartige Persönlichkeit und in schweren Momenten darf keiner die Geduld verlieren. Was wir im Leben tun können, um vielleicht verschont zu bleiben, ist, solange wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Viele Kontakte zu behalten und sich zu bewegen ist ein gutes Mittel.

„Die Bewegung der Beine ernährt das Gehirn“ sagte Franz Müntefering, „und als Prävention ist das beste Mittel zu tanzen.“
Daher bin ich in einem fantastischen Beruf, denn meine Aufgabe ist es, die Gesellschaft zum Tanzen zu bewegen. Es ist nach wie vor das schönste Hobby mit dem man sich selbst was Gutes tun kann. Also, liebe Mitbürger, melden Sie sich zum Tanzkurs an.

„Sei was du scheinen willst“

Das ist ein Zitat von Sokrates und wenn man das liest fällt einem zuerst das Wort „scheinen“ auf.

Man denkt zuerst, wie bitte?  heißt das aufgesetztes  Getue, Blendwerk, Schauspiel…

Aber wenn man es intensiver liest erkennt man, dass die Aussage bedeutet; nur wenn ein Mensch wirklich ist, wie er erscheinen möchte, ist er authentisch. Wer von anderen positiv wahrgenommen werden will, erreicht das dauerhaft nur mit einer entsprechenden Grundeinstellung zu den Mitmenschen. Wenn eine Person sich wünscht als sympathisch geschätzt zu werden, sollte sie so sein, statt nur so zu tun, als ob sie es wäre. Gute Umgangsformen sind viel mehr als auswendig gelernte Regeln. Sie basieren auf der Wertschätzung, die jedem Menschen zusteht, auf der Akzeptanz der jeweiligen „eigenen Wahrheit“, auf dem Wissen über das Zusammenspiel von Emotionen und Rationalem mit der Fähigkeit zur Empathie.

Johann Wolfgang von Goethe schrieb:

„ Es gibt eine Höflichkeit des Herzens; sie ist der Liebe verwandt. Aus ihr entspringt die bequemste Höflichkeit des äußeren Betragens.“

Wie wunderbar haben sich unsere heutigen Umgangsformen an den Zeitgeist angepasst.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein schönes Osterfest .

Liebe Grüße

Ute Berné

 

Unser Welttanzprogramm ist von der Unesco als Kulturerbe anerkannt.

Ein großer Erfolg für die ADTV Tanzschulen, denn es  ist jetzt offiziell, „das Welttanzprogramm (WTP) für den Paartanz“ ist in das „Register Guter Praxisbeispiele der Erhaltung immateriellen Kulturerbes“ aufgenommen worden.

Jetzt weiß es auch die Öffentlichkeit: Wir ADTV Tanzschulen pflegen und bewahren ein kostbares Kulturerbe!

Entstanden ist das Welttanzprogramm als Zusammenstellung aller weltweit  relevanter Grundschritte, die zu den fünf Musikstilen  – Walzer, Swing, Latein. Tango und Disco getanzt werden. Diese Sammlung geht auf die Initiative des Hamburger Tanzlehrers Gerd Hädrich und seiner Frau Traute zurück. Nach dem 2. Weltkrieg erreichte die Hädrichs eine Einladung der „Dancemasters of America“. Der Walzer sollte vorgestellt werden. Daraus entwickelte sich eine Weltreise und eine Suche der Tänze der Welt, nach Stilen, Rhythmen, Haltung, Fußarbeit und Umgangsformen.

Gerd Hädrich suchte und (er)fand 1961 den kleinsten gemeinsamen Nenner: Das Welttanzprogramm. Damit war die Voraussetzung geschaffen, dass alle, die die Grundschritte des WTP erlernen, miteinander tanzen können. Es stellt somit ein nonverbales Kommunikationssystem dar, das Tanzende in aller Welt verstehen und umsetzen können.

Das WTP ist also das ABC der Körpersprache für den Zugang zum Paartanzen, und ermöglicht allen, die wenigstens den Grundschritt beherrschen, mit allen anderen Menschen weltweit zu tanzen, in deren Kulturkreis Paartanz gesellschaftliche Akzeptanz genießt.

Die Einfachheit und die Universalität des WTP sind die Basis für den Erfolg. Der Paartanz trägt seit über 50 Jahren auf seine spezifische Weise dazu bei, dass Menschen auch nonverbal kommunizieren können.

Schöner als David Simon der Generalsekretär des European Dance Council kann man es nicht sagen:

„Being able to dance with other people all over the world is a contribution to open the minds and the hearts of people in a peaceful and harmonic way“

Wie wichtig ein Tanzkurs in unserer Tanzschule für die Jugendlichen und Erwachsenen ist,  beweist diese Anerkennung. Es geht nicht nur um Tanzschritte, vielmehr geht es um das Miteinander und die soziale Kompetenz mit anderen zu kommunizieren.

In diesem Sinne grüßt Sie für heute

Ute Berné

„Julia F. Christensens Forschung zeigt, warum jeder tanzen sollte“ schreibt die Washington Post in einem Artikel ihrer Zeitung.

Bewegung macht glücklich, das wissen wir schon lange – aber warum?

Und  warum spielt der Tanz eine so wichtige Rolle für den Menschen und sein Gehirn?

Stimmt es, das Tanzen gleichzeitig auch gesünder und klüger macht?

Diese Fragen beantworten zwei  Neurowissenschaftler mit viel Fachwissen in ihrem neuen Buch „Tanzen ist die beste Medizin“ Dong-Seon Chang , der nicht tanzen konnte und zu einem begeisterten Swingtänzer wurde und eine Balletttänzerin, die jetzt als Neurowissenschaftlerin arbeitet. In ihrem neuen Buch stellen sie ihre Forschungsergebnisse und Studien an Hand vieler Untersuchungen vor.

Dong-Seon Chang, der mit koreanischen Wurzeln in Tübingen promovierte, litt als junger Erwachsener unter einer ausgewachsenen   Depression und entdeckte für sich das Tanzen als Heilmittel. Der Swingtanz  (übrigens der Tanz des Jahres 2019 in den Tanzschulen) brachte ihm wieder Energie und Lebensfreude. Er spürte an sich selbst, was bei Musik und Bewegung in seinem Körper und Kopf passierte und entschied sich das zu erforschen.

Für die beiden Autoren gehören Gesundheit, Lebensfreude und Tanzen zusammen. Sie bewiesen in Ihren wissenschaftlichen Untersuchungen,  dass Tanzen den Gleichgewichtssinn und die Koordination schult, dass es gegen Demenz hilft und Symtome von Angst und Depression lindert. Dass Tanzen uns trainiert in Sachen Einfühlsamkeit und sogar Beziehungen retten kann.

Zusammengefasst schreiben sie, dass  es uns zu glücklicheren, gesünderen und attraktiveren Menschen macht.

Nach Dr. Eckhart von Hirschhausen haben jetzt zwei weitere Wissenschaftler den Beweis erbracht, dass Tanzen auch schlauer macht und zum Leben dazu gehören sollte. Schon diese Erkenntnis macht mich als Tänzerin glücklich und überzeugt, dass ich bis zum Lebensende tanzen will.

Für heute grüßt sie Ute Berné

 

Literaturhinweis: „Tanzen ist die beste Medizin“. Warum es uns gesünder, klüger und glücklicher macht. Julia F. Christensen und Don-Seon Chang

Warum ist Kinder Tanzen so wichtig für die Entwicklung unserer Kinder?

Dass Kinder einen hohen Bewegungsdrang haben und sich gern zu Musik bewegen, erkennen Eltern nicht erst bei Festen sondern auch schon zu Hause wenn Musik läuft.

Schon die ganz Kleinen, kaum stehen sie auf ihren Beinchen, wippen im Windelpack zum Rhythmus von Musik und haben Spaß daran.

Man sollte also so früh wie möglich mit der Förderung der Kinder in diesem Bereich beginnen.

Tanzen hat viele positive Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung. Diese sind sowohl körperlicher als auch geistiger Art.

Im Kindertanz der Dreijährigen wird ihr Gleichgewichtsinn und ihre Kreativität stark gefördert.

Es gibt viele Kinder, die Probleme haben auf einem Bein zu stehen, mit beiden Füßen wie ein Frosch zu hüpfen oder ein Seitgalopp zu meistern.

Tanzen stärkt den ganzen Bewegungsapparat und fördert die Kondition und den Kraft- und Muskelaufbau. Koordination und das Miteinander mit anderen Kindern verbessert das eigene Körpergefühl.

In der nächsten Stufe ab 5 Jahren lernen die Kinder unabhängiger zu werden und mit Gleichaltrigen umzugehen. Hier können sie bei Spiel und Spaß schon kleine Schrittfolgen erlernen und die Lieder mitsingen.

Nicht nur Mädchen sondern auch  Jungs, die nicht an Fußball oder Turnen interessiert sind, finden im Kindertanz alle Möglichkeiten sich auszuleben und nach viel Bewegung zur Ruhe zu kommen.

Die Musik sollte immer an die Bedürfnisse der Kinder angepasst sein, denn manche Kinder tanzen in diesem Alter schon gerne nach HipHop Klängen.

Tanzen für Kinder hat also unendlich viele positive Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung und ist daher eine tolle Möglichkeit zur Freizeitgestaltung in jedem Alter.

Tafelkultur – Tischmanieren – Tischsitten, haben die noch Wichtigkeit?

Seit 2006 bin ich als Business-Knigge-Coach im Arbeitskreis für Umgangsformen international (AUI) tätig. Die Themen drehen sich hauptsächlich um Vorstellung, Grüßen und Begrüßen, Berufskleidung und ähnlichem. Während eines der letzten Supervisionstage zur Fortbildung hörten wir von unseren Trainerin, dass die Nachfrage für Seminare zu „Tafelkultur und Tischsitten“ enorm gestiegen sei. Viele Chefs und Cheffinnen engagieren neuerdings Trainer für die Belegschaft und das Management für gemeinsame Essen-Seminare. In diesen Seminaren beginnt der Schüler bei Tisch eindecken mit Besteck und Gläsern für verschieden Getränke, über das Halten des Bestecks beim Essen und das Handhaben der Serviette.Außer gängigen Menus werden auch Fingergerichte und exotische Krustentiere mit den richtigen Werkzeugen verspeist.

Woran es liegt, dass unsere Jugendlichen die perfekte Tafelkultur nicht mehr beherrschen ist offensichtlich, wenn man ihren Tagesablauf mit Schule und Freizeit betrachtet. Es gibt wenige regelmäßige Familienessen bei denen die ganze Familie zusammen sitzt. Viele Jugendliche essen in ihrem Zimmer allein. Oft auch vor dem Computer oder Fernseher. Das heißt auch, dass es wenig Kontrolle ihrer Tischmanieren gibt. Klar ist, dass man sich allein zu Hause auch mal gehen lassen kann, aber in der Öffentlichkeit hilft es dem Nachwuchs selbstbewusst zu sein, wenn sie wissen, wie man richtig am Tisch ist.

Sicher ist vieles in unserer heutigen Gesellschaft lockerer geworden. Doch das Gefühl täuscht. Es kommt mehr denn je darauf an, zu wissen, wann Lockerheit oder Formelles angebracht ist. Deshalb lohnt sich eine Überprüfung der Tischkultur bei unseren Kindern und Jugendlichen nach meiner Meinung zu jeder Zeit.

Weihnachtsgruß 2017

Hallo liebe Leser,

in wenigen Wochen geht das Jahr 2017 schon wieder zu Ende, und es ist Zeit für einen Rückblick. Geht es Ihnen auch so?

Ab 40 scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen. Und glauben Sie mir in meinem Alter (50 for ever) geht’s noch schneller. Für unsere Tanzschule war das Jahr 2017 ein sehr ereignisreiches Jahr.

Es begann mit unserer ersten Teilnahme am Hanauer Faschingsumzug im Februar. Im März folgten zwei wunderschöne Premierenbälle im Congress Park, im Mai holten unsere HipHop und Jumpstyle Formationen zwei 1. und einen 3. Platz auf den Deutschen Meisterschaften. Unsere Auszubildenden bestanden ihre 1. Zwischenprüfung und etliche erfolgreiche Auftritte unserer Formationen auf Hanauer Events und Bällen brachte unsere Freude am Tanzen in die Öffentlichkeit. Danach kam der Weltkindertag auf dem Freiheitsplatz, „one billion rising“ gegen Gewalt an Frauen auf dem Marktplatz, mehrere Schulveranstaltungen und eine fantastische Hochzeitsmesse im CPH. Im August veranstalteten wir einen großen Schiffsball für unsere Stammkunden auf der „Rhenus“ auf dem Rhein.

Seit September sind unsere Tänzer das neue Dance Team der White Wings in der 2. Bundesliga. Am Bürgerfest in Hanau zeigten wir eine einstündige Tanzshow mit 100 Tänzern und im Oktober folgte unsere Tanzreise nach Hohenroda. Im November nahmen wir im 5. Jahr an der Woche der Wiederbelebung in Hanau teil und unsere Paare lernten „Prüfen, Rufen, Drücken“ auf unserem Parkettboden nach der Musik „staying alive“.

Am Samstag feierten wir den großen Winterball, nach 10 Jahren wieder in Hanau, mit Besuch unseres Oberbürgermeisters Claus Kaminsky, der unsere Entscheidung, die Offenbacher Stadthalle zu verlassen, sehr begrüßte. Für alle war es ein toller Abend.

Nun folgt noch ein Weihnachtsball für unsere Stammkunden und ab nächster Woche läuft unser neuer Imagefilm im Kinopolis.

Zum Ende des Jahres packten unsere Tanzpaare 70 Geschenke für die Hanauer Tafel.

An dieser Stelle sage ich D A N K E an alle, die bei unserem Drehtag in der Tanzschule so wundervoll von unserem Team und der Atmosphäre hier schwärmten. D A N K E auch all unseren Tänzern, die dieses ganze Jahr an den vielen Auftritten teilnahmen und sogar als Gastherrn für die Mädels zu den Bällen einsprangen.

Ich bin sehr dankbar für all das was ich habe und jeden Tag von jedem einzelnen in meinem Privatleben und in der Tanzschule zurückbekomme. Das kann man in jeder Hinsicht Glück nennen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.

Lassen Sie uns dankbar sein für unser Leben.

Es grüßt Sie herzlich

Ihre

Ute Berné

Faschingswochenende – eine willkommene Auszeit von der täglichen Routine

Es gibt tatsächlich viele Menschen, die aus Prinzip den Fasching ablehnen. „Auf Befehl lustig sein“, oder „die blöde Verkleidung“, sind einige der Argumente dagegen, Fasching zu feiern. Ich bin im Gegenteil sehr froh, dass es Fasching gibt. Für mich ist es eine willkommene Abwechslung in der immer währenden täglichen Routine. Einfach mal das Leben feiern und froh sein, am Leben teilzuhaben. Mal 5 gerade sein zu lassen und sich in eine andere Person zu verwandeln. Mit anderen fröhlich zu sein ist was Wunderbares.

Deshalb haben wir mit unseren Tänzern am diesjährigen Faschingsumzug in Hanau teilgenommen. Sicher war der Aufwand groß, einen Laster zu mieten, Equipment von Anlage über Discokugeln und Traversen mit Strahlern auszuleihen, Süßigkeiten besorgen und Werbematerial drucken lassen, aber für uns hat sich alles gelohnt. Als Kate Perry, Lady Gaga, Nicki Minaj und Amy Whinehouse haben wir die Bonbons in die Menge geworfen und Hellau geschrien. Wir hatten eine Menge Spaß, dabei zu sein. Leider waren nur 29 Wagen in Hanau dabei. Schade, dass nicht mehr Vereine mitmachen.

Aufgefallen sind mir Erwachsene und Kinder, die mit großen Müllsäcken die Süßigkeiten abgreifen wollten und geiernd nur auf teure Schocki auswaren. Sie haben wirklich nicht verstanden um was es hier geht. Es geht um Freude und Spaß, aber nicht um möglichst viel abzugreifen. Sich dann noch in Facebook zu beschweren, dass nur billige Bonbons geworfen wurden, ist besorgniserregend und frech. Solche Leute sollten dem Faschingsumzug fernbleiben.

Unsere Disco Fever Party für die Erwachsenen am Sonntag war ein herrlich ausgelassener Abend. Die Stimmung war bombastisch und alle haben miteinander gefeiert. Rundum gelungen, was wir unseren großartigen Kunden und Gästen zu verdanken haben.

Dann sag ich mal: Wir freuen uns auf nächstes Jahr, wenn es wieder heißt „Hanau Hellau“.