Leserbrief über die Veranstaltung im Brockenhaus

Eine hervorragende Veranstaltung der Kathinka – Platzhoff – Stiftung im Brockenhaus

Danke für einen sehr lehrreichen Abend. Es war gut über dieses Thema öffentlich zu sprechen. Jeder von uns kennt die Ängste, die ab einem gewissen Alter im Inneren schlummern, später an Demenz oder Alzheimer zu erkranken.

Franz Müntefering war eingeladen um für das Demenz-Lotsenprojekt der Stiftung zu werben.
In seinem Bericht brachte er das Thema allen Teilnehmenden auf erfrischende und sehr unterhaltsame Weise näher. Jeder von uns kam schon sei es durch die Eltern oder Angehörigen mit dem Thema Demenz oder Alzheimer in Berührung. Mir hat diese Podiumsdiskussion sehr viel gegeben. Viele Menschen verdrängen die ersten Anfänge von Demenz in der Familie und denken, wenn man nicht drüber spricht geht’s schon wieder weg. Gerade bei Menschen, die ungern über ihre inneren Gefühle sprechen ist das eine Gefahr. Ich habe gestern gelernt, dass man es ansprechen soll und allen Betroffenen Ruhe und Sicherheit und in jeder Krankheitsphase Respekt und Wertschätzung entgegenbringen muss. Jeder ist und bleibt eine einzigartige Persönlichkeit und in schweren Momenten darf keiner die Geduld verlieren. Was wir im Leben tun können, um vielleicht verschont zu bleiben, ist, solange wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Viele Kontakte zu behalten und sich zu bewegen ist ein gutes Mittel.

„Die Bewegung der Beine ernährt das Gehirn“ sagte Franz Müntefering, „und als Prävention ist das beste Mittel zu tanzen.“
Daher bin ich in einem fantastischen Beruf, denn meine Aufgabe ist es, die Gesellschaft zum Tanzen zu bewegen. Es ist nach wie vor das schönste Hobby mit dem man sich selbst was Gutes tun kann. Also, liebe Mitbürger, melden Sie sich zum Tanzkurs an.